Schulterchirurgie

 

Schulterarthroskopie
 

Bei der Arthroskopie der Schulter (Schultergelenkspiegelung) wird eine kleine Kamera in das Gelenk eingeführt, um geschädigten Knorpel zu erkennen und zu entfernen. Bei ACG-Arthrose entfernt der Arzt die Arthrose arthroskopisch und weitet das Gelenk. Dadurch wird verhindert, dass das Schlüsselbein mit dem Schulterblatt in Kontakt kommt, sodass das Gelenk nicht mehr schmerzt. Wenn eine Operation bei Arthrose des Sternoclaviculargelenks erforderlich ist, wird der Arzt das Gelenk weiten, sodass das Schlüsselbein nicht mehr mit dem Sternum in Kontakt kommt und das Gelenk nicht mehr schmerzt. (© OrthoIllustrated®)
 

Schulterstabilisierung
 

In diesem Fall muss die gesamte Schulterkapsel gerafft werden. Dies erfolgt, indem man Fäden durch die Kapsel zieht und diese verknotet, um die Kapsel mit sich selbst zu vernähen.
(© OrthoIllustrated®)

 

Schulterprothetik
 

In schwereren Fällen wird eventuell zu einem künstlichen Schultertotal- oder -teilgelenk geraten. Hierbei wird das Gelenk entfernt und der verletzte Knorpel durch ein glattes Implantat aus Metall oder Kunststoff ersetzt, sodass man das Schultergelenk reibungslos, schmerzarm und vielfach deutlich besser bewegen kann. (© OrthoIllustrated®)

 

Die Kalkschulter
 

Arme und Schultern sind mit dem Rumpf nur über das Schlüsselbein gelenkig verbunden, sonst über die Muskeln des Schultergürtels. Ein gezieltes Trainingsprogramm wie es im Buch „DKB Body Control System“ beschrieben ist, ist der wichtigste Schritt zur Wiederherstellung einer beschwerdefreien Bewegung der Schulterfunktion. Zusätzlich hilft die Nahrungsergänzung mit Arthrobene. Durch die Störung des Stoffwechsels der Muskeln kann es zur Kalkschulter kommen.

Wo Muskeln über die Sehnen am Oberarmkopf angewachsen sind, können sich Kalkdepots bilden. Die Sehne verdickt sich und beim Armhochheben kann sich die verdickte Sehne einklemmen. Es entwickelt sich eine äußerst schmerzhafte Schleimbeutelentzündung.

Der Schmerz beim Heben und ein nächtlicher Ruheschmerz können die Entfernung bzw. Spülung des Kalkdepots nötig machen. Die exakteste Möglichkeit dazu bietet die Arthroskopie. Im Rahmen eines 2- bis 3-tägigen stationären Aufenthaltes wird in Narkose durch einen 5-mm-Stich eine Sonde eingeführt und durch einen zweiten 5-mm-Stich der Kalk herausgespült. Weiters wird der entzündete Schleimbeutel entfernt und Knochenzacken geglättet. Meist ist der Patient nach einigen Tagen beschwerdefrei. Die Beweglichkeit muss durch Übungen erarbeitet werden. Der nächtliche Ruheschmerz fehlt meist schon nach der Operation.