Junge Frau geht im Wald spazieren.

Auch unsere Gefühle haben Einfluss auf unser Schmerzempfinden

Das Empfinden von Schmerz entsteht in demselben Gebiet des Gehirns, in dem der Sitz der Gefühle ist. Somit sind Körperschmerz und Seelenschmerz eng miteinander verwoben. Negative Gefühle wie Trauer, Ärger oder Angst verstärken nicht nur das Schmerzempfinden, sondern können sich oft auch nur als Schmerz zeigen. Positive Gefühle dagegen vermindern den Schmerz. In der Psychotherapie geht es deshalb auch darum, die Schmerzwahrnehmung zu verändern und zwischen Schmerz und Gefühlen unterscheiden zu lernen. Gerade Erfahrungen wie Zurückweisung und Verluste sind mit negativen Gefühlen verbunden, die oft als körperlicher Schmerz („Trennungsschmerz“) erlebt werden. Deshalb bestimmen psychosoziale Wechselwirkungen zwischen Betroffenen, seiner Familie und der Umwelt ganz entscheidend die Entstehung, den Verlauf und die Prognose der chronischen Schmerzkrankheit.

Prim. Dr. Claudia Thielmann
Ärztliche Leitung Privatklinik Hollenburg

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