Junge Frau geht im Wald spazieren.

Das psychosoziale Krankheitsmodell bei chronischem Schmerz

Bei chronischen Schmerzen sind psychische und soziale Einflüsse bedeutsamer als beim akuten Schmerz. Meist suchen die Betroffenen die Ursachen nur im Körper und sind der festen Meinung, „da muss etwas kaputt sein“ und hoffen, dass der körperliche Schaden vom Arzt gefunden und behandelt wird. Wenn jedoch keine „Schädigung“ festgestellt werden kann oder diese das Ausmaß des Schmerzes nicht ausreichend erklären kann, ist es wichtig neben der körperlichen Ursachenfahndung auch Faktoren zu suchen, die die Entstehung eines langanhaltenden Schmerzempfindens oder die Aufrechterhaltung des Schmerzes beeinflussen. Denn die häufigste Ursache chronischer Schmerzen, da sind sich die Experten einig, ist eine Kombination aus langanhaltenden körperlichen, aber auch besonderen psychischen und sozialen Belastungsfaktoren.

Prim. Dr. Claudia Thielmann
Ärztliche Leitung Privatklinik Hollenburg

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